Forschung

Schwerpunkte

  • Mhd. Kurzerzählungen bzw. Märendichtung
  • Historische Pragmatiken der Kommunikation
  • Legendarisches Erzählen
  • Mirakel

 

Mitglied im DFG-Netzwerk „Legendarisches Erzählen im Mittelalter. Formen, Funktionen und Kontexte der deutschsprachigen Heiligenerzählung“ (2015-2019)

 

Gründungs- und Vorstandsmitglied von Brevitas – wissenschaftliche Gesellschaft zur Erforschung vormoderner Kleinepik und Sonderheftreihe der Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung (BmE):

https://doi.org/10.25619/BmE_H201930

 

Neuerscheinungen

Weitbrecht, Julia; Benz, Maximilian; Hammer, Andreas; Koch, Elke; Nowakowski, Nina; Traulsen, Johannes; Seidl, Stephanie (2019): Legendarisches Erzählen. Optionen und Modelle in Spätantike und Mittelalter. Berlin: Schmidt, Erich (Philologische Studien und Quellen, 273).

 

Aktuelles Forschungsprojekt

Mirakelpoetiken. Formen der Heilsvermittlung in deutschsprachigen Wundererzählungen des Mittelalters

Das Habilitationsprojekt widmet sich mittelalterlichen Wundererzählungen, die von der germanistisch-mediävistischen Forschung bislang eher wenig beachtet wurden, aber einen zentralen Bestandteil der umfangreichen religiösen Literatur der christlichen Vormoderne darstellen. Im Zentrum steht dabei der „Magnet Unserer Lieben Frau“, die umfangreichste deutschsprachige Mirakelsammlung, die im Rahmen der Arbeit erschlossen werden soll. Auf der Basis dieser Sammlung und mit Blick auf ihre Verbindungen zu vorgängigen Traditionen und Nachfolgern des Mirakelerzählens aus dem Raum Nürnberg wird der Versuch unternommen, wesentliche Aspekte einer Poetik des Wundererzählens nachzuzeichnen. Diese wird nicht als ausschließlich textuelles Phänomen aufgefasst, sondern im Hinblick auf die religiöse Funktionalität der Texte verstanden. Dazu wird ein methodischer Zugang erarbeitet, der die neuesten Erkenntnisse über die kontextuelle Gebundenheit von religiöser Literatur als religiöser Praxis aufgreift und weiterentwickelt. Eine Grundlage bildet dabei das in der jüngeren Forschung zur christlich-religiösen Literatur produktiv gemachte Konzept der Heilsvermittlung bzw. Heilsmedialität, das im Kontext des Projekts etwa um die Aspekte der Heilsvergewisserung und des Heilsvertrauens erweitert werden kann. Indem das Projekt die religiösen Funktionalisierungen der Texte im Sinne historischer Anforderungen (z.B. regionale Kultpraktiken oder ordensspezifische Interessen) ernst nimmt, will es einen Beitrag zur im Kontext der in den letzten Jahren diskutierten ‚Wiederkehr des Religiösen‘ wichtigen Frage leisten, wie religiöser Literatur aus literaturwissenschaftlicher Sicht adäquat begegnet werden kann.

 

Letzte Änderung: 27.09.2021 - Ansprechpartner: Webmaster