Informationen zum Masterstudium "Mediengermanistik"

(Einschreibung möglich ab WS 2021/22)


Was ist Mediengermanistik?

Der Studiengang Mediengermanistik an der OVGU ist in dieser Form einzigartig in Deutschland. Er verbindet zum einen eine germanistische Ausbildung mit einem systematischen Fokus auf den Aspekt Medialität, zum anderen eine vertiefte theoretische und methodische Ausbildung mit Praxiserfahrungen und einem Brückenschlag ins spätere Berufsleben.

Im Masterstudium Mediengermanistik vertiefen die Studierenden ihre germanistischen Grundkenntnisse (z.B. aus einem zuvor absolvierten Bachelorstudiengang) in den drei Fachgebieten Ältere Literatur, Neuere Literatur und Linguistik. Dabei umfasst das Studium auch anwendungsbezogene Komponenten. Die Absolventinnen und Absolventen erwerben damit einen germanistischen Master-Abschluss, der sie nicht zuletzt auch für eine weitere wissenschaftliche Laufbahn (etwa eine germanistische Promotion) befähigt.

Die Besonderheit des Studiengangs aber besteht darin, dass er in allen Studienanteilen auf den Aspekt der Medialität fokussiert. Schließlich erscheinen Sprache und Literatur stets unter medialen Bedingungen und in unterschiedlichen medialen Formaten – das reicht vom alltäglichen Face-to-Face-Gespräch über die verschiedenen Formen schriftlich-literarischer Gattungen und journalistischer Kommunikationsformen bis hin zu Kunstformen wie Film und Theater oder der Kommunikation in digitalen Medien wie WhatsApp oder Twitter. Der Studiengang Mediengermanistik beleuchtet den Zusammenhang zwischen Sprache, Literatur und Medialität in all seinen Facetten. Die Lehre in den Teilgebieten ist deswegen eng miteinander verzahnt.

Während die Studierenden sich einerseits in Seminaren und Vorlesungen vertieft theoretisch und methodisch mit den mediengermanistischen Inhalten befassen, zeichnet sich der Studiengang auf der anderen Seite durch eine praktische Ausrichtung aus. In einem Profilierungsmodul haben die Studierenden die Möglichkeit, sich vertieft mit bestimmten Aspekten aus dem Gegenstandsbereich des Studiengangs zu befassen, die sie besonders interessieren. Ein Transfermodul bietet schließlich die Gelegenheit, das erworbene Wissen in einem beruflichen Anwendungsfeld eigener Wahl zu erproben und die Studieninhalte in ihrer Praxisrelevanz zu reflektieren.

 

Warum Mediengermanistik?

Medialität spielt überall eine Rolle, wo Sprache und Literatur relevant sind. Eine systematische Ausbildung zum Verständnis ihrer Zusammenhänge ist eine gute Voraussetzung für die Anwendung germanistischen Wissens im Beruf.

Germanistinnen und Germanisten sind in zahlreichen Berufsfeldern gefragt. Dabei sind es vor allen Dingen ihre Kompetenzen in der Textproduktion, -analyse und -kritik sowie ihr vertieftes kulturwissenschaftliches Verständnis unserer auf Sprache gegründeten Welt, die sie für den Arbeitsmarkt attraktiv machen. Bei diesen Aspekten spielt Medialität und spielen die unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen von Sprache und Literatur eine entscheidende Rolle. Der Studiengang Mediengermanistik stellt diesen Aspekt in den Mittelpunkt und richtet alle Lehrinhalte auf ihn aus. Er bietet auf diese Weise nicht nur einen Rahmen, der die vielfältigen Gegenstände der germanistischen Fachgebiete miteinander verbindet und sie auf einem gemeinsamen theoretischen Fundament zueinander in Beziehung setzt. Vielmehr bietet er auch die Gelegenheit, die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse systematisch in ihrer Relevanz für unterschiedliche Berufsfelder zu erkennen, solche Berufsfelder schon während des Studiums kennenzulernen und damit erste Erfahrungen mit der Anwendung der wissenschaftlichen Inhalte für eine Tätigkeit mit Sprache und Literatur in medialen Kontexten zu sammeln.

 

Wer kann und wer sollte Mediengermanistik studieren?

Wer sich vertieft für Sprache und Literatur interessiert, über einen einschlägigen Bachelor-Abschluss mit midestens gutem Gesamtergebnis verfügt und einen Beruf anstrebt, der Bezug zu Medien und Medialität hat, für den ist der Studiengang Mediengermanistik das Richtige. Er bietet die dafür notwendige fachliche Ausrichtung und die richtige Mischung aus wissenschaftlicher Profilierung und Praxisorientierung.

Voraussetzung für ein Studium der Mediengermanistik sind solide germanistische Grundkenntnisse, wie sie in der Regel in einem germanistischen Bachelor-Studiengang erworben werden. Der Studiengang steht aber ausdrücklich auch Absolventinnen und Absolventen eines inhaltlich verwandten Studiengangs offen, die zum Beispiel einen medien- oder kommunikationswissenschaftlichen Abschluss erworben haben oder einen Studienabschluss in einer anderen Philologie. Eventuell fehlende fachliche Voraussetzungen können in diesem Fall in Form von Ergänzungsmodulen aus dem germanistischen Lehrangebot im Bachelorstudiengang der OVGU erworben werden.

Wichtig sind sehr gute Deutschkenntnisse (mindestens C1) sowie ein tiefgehendes Interesse an Literatur und Sprache, an kulturwissenschaftlichen Perspektiven und natürlich an Medien und Medialität. Der Studiengang bietet dabei ausreichend Freiraum, eigene Interessen einzubringen und das eigene Studienprogramm auf diese abzustimmen. Auf diese Weise bereitet er optimal den Weg zum Einstieg in das ganze Spektrum typischer Berufsfelder für Germanistinnen und Germanisten mit Bezug zu medialen Aspekten, zu denen unter anderem die folgenden gehören:

  • Verlagswesen
  • Printmedien
  • Rundfunk und Fernsehen
  • Online-Redaktionen
  • Social Media-Redaktionen und -Agenturen
  • Unternehmenskommunikation
  • Politische Kommunikation
  • Werbewirtschaft
  • Theater und Kultureinrichtungen
  • Literaturhäuser und -museen
  • Archive
  • Wissenschaft

 

Wie ist das Studium der Mediengermanistik aufgebaut?

Das Studium verbindet Studienphasen, in denen fachwissenschaftliche Inhalte im Vordergrund stehen, mit Phasen der inhaltlichen Profilierung und schließlich einem starken Praxisbezug im fortgeschrittenen Studium.

Modulstruktur

Das Studium der Mediengermanistik besteht aus vier Teilen. In der Basisphase (A), die von einer gemeinsamen Einführung in die Mediengermanistik eröffnet wird, erwerben die Studierenden vertiefte Kenntnisse der Aspekte Medien und Medialität in den drei Fachgebieten Ältere Literatur, Neuere Literatur und Linguistik. In der darauffolgenden Profilierungsphase (B) wählen sie aus den beiden Wahlpflichtmodulen „Medien und Mensch“ und „Medien und Material“ je nach persönlicher Interessenlage ein Modul aus und vertiefen in Lehrveranstaltungen mit starkem Anwendungsbezug spezifische mediengermanistische Kenntnisse. Die Praxis kommt schließlich in der Transferphase (C) ins Spiel. Hier haben die Studierenden die Möglichkeit, in von ihnen selbst gewählten Berufsfeldern Praxiserfahrungen zu sammeln und diese in Form wissenschaftlicher Analysen zu reflektieren. Dazu schließen sie individuelle „Learning Agreements“ mit den Dozentinnen und Dozenten ab. Damit stehen hier die eigenen Lerninteressen im Mittelpunkt. Der Studiengang bietet an dieser Stelle Raum für Lernprozesse, die die universitäre Lehre allein nicht leisten könnte. Dabei bieten sich für die Studierenden besondere Chancen und Gelegenheiten durch unser ständig wachsendes Netz an Kooperationspartnern (zu denen verschiedene Medien- und Kultureinrichtungen in Magdeburg und Umgebung gehören).

 

 

Was macht ein Studium der Mediengermanistik so besonders?

Wer einen germanistischen Masterstudiengang sucht, der von überfachlicher Vernetzung, großer Nähe von Forschung und Lehre, einem individuellen Betreuungsverhältnis und dem Umfeld einer Landeshauptstadt geprägt ist, liegt mit dem Studiengang Mediengermanistik richtig.

Neben der engen Verzahnung von wissenschaftlicher Ausbildung und Freiraum für praktische Erfahrungen schon während des Studiums sind es vor allen Dingen die guten Studienbedingungen im Bereich Germanistik, die für ein Studium an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sprechen. Vernetzt in einer Fakultät, die auch in anderen Fächern einen Schwerpunkt auf Medien aufweist, und eingebettet in eine traditionell stark anwendungsorientierte Universität, kommt hier auch der Verbindung von Forschung und Lehre besondere Bedeutung zu. So ist zum Bespiel denkbar, Leistungen im Transfermodul im Rahmen von Forschungsprojekten zu erbringen, an denen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Bereichs arbeiten.

Dazu bietet der Studiengang ein hervorragendes Betreuungsverhältnis einschließlich individueller Learning Agreements im Transfermodul. Nicht zuletzt profitieren die Studierenden von der engen Verbindung der Universität und des Bereichs zu den medialen, politischen und kulturellen Einrichtungen der Landeshauptstadt Magdeburg, die auch ansonsten gute Lebens- und Arbeitsbedingungen für Studierende bietet – nicht zuletzt durch studierendenfreundliche Wohnungsmieten.

 

Fragen?

Studienberatung Master Germanistik:

Dr. Kristin Kuck (kristin.kuck@ovgu.de)

 

Letzte Änderung: 03.09.2021 - Ansprechpartner: Webmaster Germanistik