Regelungen und Verfahrensweisen Modul 2 (MGER 02 / LGER 02)

Aufbaumodul: Literatur im historischen Kontext (10 CP/4 SWS)

 

Seitenüberblick:

Gültig für folgende Studiengänge (ab Wintersemester 16/17)

  • BA Germanistik mit interdisziplinärem Profil
  • BA Beruf und Bildung
  • BA Lehramt an allgemeinbildenden Schulen


Modulzusammensetzung

  •  VL: Literaturgeschichte (wird nur im Sommersemester angeboten)
  • (PF: 4 CP, SN unbenotet, empfohlen für FS 2)

 

  • S: Seminar zu Modul 2 nach Wahl
    (WPF: 6 CP, SN unbenotet, empfohlen für FS 2 oder 3)

 

  • MAP: Modulabschlussprüfung (wird nach jedem Semester angeboten, i. d. R. im Februar und im Juli)
    (PF: 0 CP, benotet, i.d.R. nach dem 3. FS)

 

Anmeldeverfahren zur Modulabschlussprüfung (MAP)

Sie besuchen im Sommersemester die Vorlesung (PF) und im gleichen Semester oder im folgenden Wintersemester ein Seminar (WPF) für Aufbaumodul 2 „Literatur im historischen Kontext“ (MGER 02 bzw. LGER 02). In der Regel melden Sie sich im Januar des Folgejahres innerhalb der vom Prüfungsamt der FHW gesetzten Frist verbindlich für die MAP per Anmeldeformular im Prüfungsamt an. Sollten Sie (erst oder schon) den Prüfungstermin im Sommer wahrnehmen wollen, findet die Anmeldung entsprechend innerhalb der vom Prüfungsamt der FHW für diesen Prüfungstermin gesetzten Frist statt. Die Prüfungstermine und Anmeldefristen werden für jedes Semester rechtzeitig auf der Homepage des Prüfungsamtes bekannt gegeben.

Zur Absprache des Prüfungsstoffes dient ein Formular, auf dem Sie die 40 Titel eintragen, über die Sie geprüft werden möchten. Dieses Formular muss zusammen mit der Anmeldung ebenfalls mindestens 14 Tage vor der Prüfung im Prüfungsamt abgegeben werden. Außerhalb der Sprechzeiten benutzen Sie bitte den Briefkasten an der Glastür des Prüfungsamtes.

MAP SoSe 2021: Anmeldung im Prüfungsamt bis 21.06.2021.

Für MAP SoSe 2021 gilt: Anmeldung nach den Schritten 1 und 2 (Anmeldeformular und Titelliste) bitte im Prüfungsamt an Frau Pietrulla adressieren und entweder in Papierform im Briefkasten des Prüfungsamtes hinterlegen oder per Mail an Frau Pietrulla senden.

Folgende Schritte sind also zu beachten:

  1. Schriftliche Anmeldung im Prüfungsamt. Das Formular finden Sie hier.
  2. Gleichzeitig im Prüfungsamt: Abgabe der Titelliste für die prüfenden Dozent*innen. Das Formular finden Sie hier.
  3. Terminvergabe erfolgt durch das Prüfungsamt.
  4. Mündliche Modulabschlussprüfung.

Prüfungstermine im SoSe 2021:

Dienstag 13.07.2021 und Mittwoch 14.07.2021 jeweils ganztägig ab 9.00 Uhr.


Wichtige Dateien

Formular Anmeldung MAP
Kanonliste
Titellistenformular

 

Einige Hinweise zur Vorbereitung auf die „Kanonprüfung“

(mündliche Modulabschlussprüfung zu den Modulen MGER 02 und LGER 02)

Zu den 40 von Ihnen ausgewählten Titeln aus allen Epochen der deutschen Literatur seit der Frühen Neuzeit und aus allen literarischen Großgattungen sollten Sie Auskunft geben können über wichtige Aspekte von Form und Inhalt und diese kommentieren können unter dem Gesichtspunkt ihrer (literar-)historischen Einordnung, ggf. auch ihrer Einordnung in literarhistorische Traditionslinien.

Im Hinblick auf die Form sollten Sie sich die jeweils relevanten Aspekte natürlich gattungsspezifisch anschauen und auch mit der entsprechenden Fachterminologie umgehen können.
Bei der Lyrik gehören Fragen der strophischen Gliederung und der metrischen Versgestaltung dazu.
Bei epischen Texten gehören unter anderem Fragen der Erzählperspektive und Fokalisierung dazu, möglicherweise auch unter dem Gesichtspunkt, ob diese sich (zum Beispiel bei Rahmenerzählungen) innerhalb des Textes verändern.
Bei Dramentexten gehören unter anderem Fragen der dramaturgischen Gestaltung dazu, etwa zur Funktionalität der Dramenfiguren, zum Gefüge von Haupt- und Nebenhandlungen sowie ggf. zur Segmentierung der Dramenhandlung in Akte/Aufzüge und Szenen/Auftritte/Bilder etc. Wie steht es um die Einhaltung der sogenannten „drei Einheiten“? Lässt sich die Form des jeweiligen Dramas der klassizistischen („geschlossenen“) Traditionslinie zuordnen oder eher der shakespearisierenden („offenen“) Traditionslinie oder keiner von beiden? Und ist das jeweilige Drama in seiner Gestaltungsweise ‚epochentypisch‘?

Einige Beispiele aus der Praxis: Es kann passieren, dass man zum Beispiel aus Fontanes „Effi Briest“ nicht alle Namen der Figuren parat hat. Wenn man jedoch nicht weiß, dass da ein spukhafter „Chinese“ vorkommt, der Effi immer dann besonders ängstigt, wenn sie gerade ‚fremdgegangen‘ ist, so fehlt ein wichtiges Detail, das den Roman mit organisiert, zumal ihr Mann Instetten versucht, den „Spuk“ zu instrumentalisieren, um seine junge Frau zu ‚erziehen‘.

Wenn Sie eine Komödie wie Kleists „Zerbrochenen Krug“ ausgewählt haben, sollten Sie zum Beispiel erläutern können, inwiefern es sich dabei um ein ‚analytisches Drama‘ handelt, und auch darüber reden können, was darin eigentlich ‚komisch‘ ist. Und warum heißen zwei wichtige Figuren Adam und Eve?

Bei Goethes „Götz von Berlichingen“ wiederum fällt auf, dass das ganze Stück aus fast 50 Szenen zusammengesetzt ist, worunter es Massenszenen gibt und auch ganz, ganz kurze Wortwechsel (sog. ‚Fetzenszenen‘), wobei der Schauplatz beständig wechselt. Weder die Einheit der Zeit noch die des Ortes noch die der Handlung werden hier eingehalten und es ist unter den Bedingungen des damaligen Theaters eigentlich nicht spielbar.

 

 

Inhaltliche Aspekte Modul 2 (Auszug aus der Modulbeschreibung)

 
Qualifikationsziele    

Die Studierenden erwerben einen Überblick über die Geschichte der neueren deutschen Literatur von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, dies in der Regel im Rahmen einer Vorlesung und durch intensive Begleitlektüre. Hierzu erhalten die Studierenden eine Lektüreliste, die es ihnen ermöglicht, ihre Kenntnis des Standardkanons der Literaturgeschichte selbständig zu überprüfen und Lektürelücken zu schließen. Auf diese Weise erarbeiten sie sich eine grundlegende literaturgeschichtliche Orientierung und können Grundlinien des historischen Wandels, seines Themen- sowie Formenreichtums nachzeichnen.

Weiterhin erarbeiten sich die Studierenden exemplarisch vertiefende Kenntnisse zu einem eingegrenzteren historischen Gebiet, beispielsweise zu einer Literaturepoche (dies in der Regel im Rahmen eines Seminars). Literaturgeschichtliche Fragen werden dabei unter Einbeziehung aktueller Forschungsansätze und -ergebnisse sachgemäß komparatistisch und kulturhistorisch kontextualisiert. Die Studierenden gewinnen Fähigkeiten in der kritisch reflektierten und vergleichenden Analyse von literarischen Texten aus verschiedenen Epochen. Die Praxis literaturwissenschaftlichen Arbeitens wird in den Lehrveranstaltungen des Moduls 2 auf der Basis der Grundkenntnisse aus Modul 1 vertieft.

Lerninhalte
  • Epochen und Strömungen der deutschen Literaturgeschichte vom 17. bis 21. Jahrhundert
  • Autoren, Werke, Medien (inkl. literaturbezogene audiovisuelle Medien)
  • Vertiefung der Analysekompetenzen unter Berücksichtigung komparatistischer und kulturhistorischer Fragestellungen

Letzte Änderung: 17.09.2021 - Ansprechpartner: Webmaster Germanistik